Prominenter Besuch bei uns im GINGER Restaurant

Ingo Naujoks

Schauspieler

Ralf  Morgenstern

Schauspieler 

Jürgen Roters & Frau

ehem. Oberbürgermeister
von Köln

Alfred Bioleck

Talkmaster

Hühnerfüße zum Hauptgang

 

 Unser Restaurant-Kritiker Carsten Henn war im chinesischen Restaurant “Ginger” essen.

Sein Fazit: Es ist eines der besten chinesischen Restaurants der Stadt. Warum? Das steht hier!

 

Hühnerfüße zum Hauptgang: Für manche ein Grund, einen Bogen um das „Ginger“ (deutsch: Ingwer) zu machen – für mich einer, hinzugehen. Da traut sich einer was, authentische chinesische Küche, nicht immer dasselbe Einerlei, mehr als „47 extra scharf“. Klassiker wie Knusprige Ente oder Schweinefleisch süß-sauer gibt es auch – und zwar wie alles hier in einwandfreier Qualität: frisch, sorgfältig zubereitet mit guten Zutaten.

 

Kein China-Tinnef

Das Restaurant ist angenehm schlicht eingerichtet, kein China-Tinnef, helle Wände, dunkles Holz, große Fenster. Hier sitzt man gern. Auf der Karte wird zwischen „traditionellen“, „exotischen“ und „außergewöhnlichen“ Speisen unterschieden. Die freundliche Bedienung informierte mich, dass die gedämpften Hühnerfüße gut für die Haut bei Frauen wären. Obwohl meine weibliche Seite arg überschaubar ist, probiere ich das Gericht.

 

Fazit:

Die Klaue ist viel größer als erwartet und der kulinarische Wert begrenzt. Eigentlich ist es nur etwas schlabberige Haut, die sich abknabbern lässt, dazu wird Schwarzbohnensauce gereicht. Na ja, wenn’s schön macht… Herausragend dagegen die Salami nach kantonesischer Art – die würzige, in Scheiben geschnittene, warme Salami und der knackige Pak Choi ergänzen sich wunderbar. Beim „Rindfleisch XO“ ist die Schärfe zwar deutlich, jedoch nicht aggressiv, sondern fein abgestimmt auf europäische Gaumen. Faszinierend, wie sich der sonst so schnell dominierende Zimt beim „gebratenen Rindfleisch nach kantonesischer Art“ als Teamplayer zeigt. Ein wärmendes Gericht für kalte Wintertage.

 

Selbst hergestellter Tofu

Bei den Vorspeisen sollte man lieber zu den sehr guten Dim Sums greifen als zu den Bao Zi genannten Hefeteilchen, bei denen es mehr Füllung oder Sauce sein dürfte. Tofu-Gegner sollten im „Ginger“ ruhig einmal eine Ausnahme machen – hier wird er nämlich selbst hergestellt.

Die chinesische Küche ist nicht berühmt für ihre Desserts, aber die noch warmen Sesambälle mit kühlem Obst sind ein schöner Abschluss – sie werden im Land des Lächelns traditionell zu Neujahr gereicht. Noch schöner endet das Menü mit gebackenem Eis mit Kokosraspeln – eine wunderbar schlotzige Verbindung aus Eis, Teig und Kokos. Danach noch einen Ingwer-Tee mit chinesischen Kräutern, die auch mal Beeren sein können, und man beendet zufrieden ein Essen bei einem der besten Chinesen der Stadt.

 

Ginger Restaurant

Steinfelder Gasse 1
50670 Köln, 0221/16924913